Die jüngste Pressekonferenz von Viktor Iwanow, Chef des russischen Föderalen Dienstes für Drogenkontrolle, wäre, da sie kurz vor Neujahr stattfand, beinahe unbemerkt geblieben.
Viktor Iwanow lieferte vor den Journalisten eine ungewohnt scharfe Analyse des afghanischen Drogentraffics auf dem Territorium der Russischen Föderation. In der ganzen Geschichte dieses Amtes hat sich sein Chef noch nie so offen über brennende Themen geäußert.
Vom Viktor Iwanow Standpunkt ist das Ausmaß des Schadens durch die Drogen aus Afghanistan mit dem von Massenvernichtungswaffen gleich zu setzen.
Ein erster Schritt um den Drogenanbau in den Griff zu bekommen ist der Entwurf eines Abkommens zwischen Russland und Afghanistan über die Bekämpfung des illegalen Drogenhandels. Das Dokument sieht operative Nachforschungen auf gegenseitige Anfrage hin vor. Der Entwurf ist vom russischen Premier Wladimir Putin gebilligt worden.
