Im Rahmen der Operation „Khanjar“ rücken US-Marines seid einer Woche in die Südregionen Afghanistans vor. Ziel ist dabei die Taliban und kriminelle Elemente aus der Region zu verdrängen und durch eine dauerhafte Präsenz das Vertrauen der Bevölkerung zu erlangen. Dieser Clear-Hold-Build Ansatz brachte im Irak Fortschritte, ist aber nicht unumstritten.

Bei ihrem Vorstoß sind die US-Soldaten bis jetzt auf nicht allzu schweren Widerstand gestoßen. Die Taliban weichen den überlegenen Kräften aus. Dies ist ein Standardverfahren der Islamisten. Um das zurückkehren der Kämpfer zu verhindern werden die US-Soldaten zusammen mit afghanischen Sicherheitskräften in der Region verbleiben.

Um den dauerhaften Schutz der Bevölkerung durch die Truppen sicherzustellen, haben die Mariens innerhalb von 4 Tagen den Combat Outpost Payne errichtet. Dies ist der am südlichsten gelegene Stützpunkt der US-Streitkräfte in Afghanistan und soll das Leistungszentrum für Operationen in Südafghanistan werden. (Video vom Lagerbau)

Im Rahmen der neuen US-Strategie sind auch die neuen taktischen Direktiven der ISAF von ihrem Kommandeur General McChrystal zu sehen. Es gab viele Beschwerden aus der Bevölkerung über die Hausdurchsuchungen durch internationale Kräfte. Diese soll von nun an nur durch afghanische Sicherheitskräfte durchgeführt werden. Luftnahunterstützung soll nur noch dann gegen Gebäude, die eventuell Zivilisten beherbergen, durchgeführt werden, wenn Gefahr für die eigenen Truppen vorliegt.

Eine der größten Kritikpunkte an der Operation „Khanjar“ und der zeitgleich stattfindenden Operation "Panther Claw" der Briten ist, dass die Anzahl von beteiligten Afghanen zu gering ist. Bei etwa 4000 US-Marines und 3000 Briten reichen die Rund 500 Afghanen nicht, um dem Einsatz ein afghanisches Gesicht zu geben.