Wie deutsche Medien gestern erschreckt feststellten läuft im Raum Kundus zur Zeit die Operation „Oqab“ (Adler). Informationen zum am Sonntag angelaufenen Unternehmen liegen schon seid Montag vor, nur hat keiner sie gelesen.

An der Operation sind 900 afghanische Sicherheitskräfte und 300 deutsche Soldaten beteiligt. In weiser Voraussicht hat die Militärführung diesmal alle zur Verfügung stehenden Mittel in den Einsatz geschickt. Der Schützenpanzer "Marder" und die Mörser wurden schon vor einiger Zeit nach Afghanistan verlegt, doch nicht eingesetzt. Bei der gezielten Eskalation der Lage wurden die Waffensysteme jetzt nötig. Der Schützenpanzer kann die Soldaten unter gutem Schutz in das Operationsgebiet bringen und dort unterstützen. Mit den Mörsern lassen sich auch gedeckte Gegner bekämpfen. Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Schneiderhan, sagte auf die Frage, ob der erstmalige Einsatz schwerer Waffen eine neue Qualität darstelle: „Es gibt keine neue Befehlslage. Es gibt eine neue Lage.“

Weiter sagte er: „Der Raum Kundus hat sich negativ entwickelt. Da braucht man nicht drumherum zu reden.“ Die Taliban behaupten in ihrer Propaganda seid einiger Zeit, dass sie die Herrschaft über das Gebiet innehaben. Laut Augenzeugenberichten ist das näher an der Wahrheit als uns liebt ist. So sollen täglich Taliban Patrouillen in einigen Gegenden nahe Kunduz durchführen, doch die Sicherheitskräfte nur sehr selten.

So ist die Operation nötig geworden, da die Bundeswehr und andere ISAF-Kräfte zusammen mit den afghanischen Sicherheitskräften nicht in der Lage waren, das Gebiet zu halten. Beim Clear-Hold-and-Build hat man Clear-und-Hold übergangen, da man ein auf Eigenschutz ausgelegtes Konzept hatte und keins zur Auftragserfüllung.